05.04.2012

Go New York Yankees!

Gestern war ich zu müde um noch zu posten, jetzt tun mir bloß die Füße weh. Im Gegensatz zu gestern sind wir heute richtig viel gelaufen, quer durch die Stadt. Okay, Teil des Weges sind wir mit der Subway gefahren, aber gut. Das Wetter war wunderschön, genau wie gestern, als wir im Central Park zu Mittag gegessen haben – richtig, richtig schön, und jetzt ist meine Nase verbrannt. ;)

Heute haben wir das 9/11 Memorial besucht, also die Gedenkstätte für die Opfer der Anschläge am 11. September 2001. Zwei enorme Wasserbassins markieren die Stellen, wo die  Zwillingstürme gestanden haben. Mir lief ein Schauer über den Rücken, als wir im Dokumentationszentrum standen und uns die Bilder vom 11. September anschauten. Ich war sechs, damals, und kann mich von dem Tag nur erinnern, dass meine Eltern unruhig waren und dass der Fernseher den ganzen Abend lief. Die Bilder und Aufnahmen habe ich erst später gesehen, in der Schule, glaube ich. Und heute stand ich genau dort, wo es passiert ist. Das ist schon ein komisches Gefühl.

Schöner wurde es, als wir nach dem Memorial zum Pier 17 gelaufen sind. Das ist quasi ein Einkaufszentrum direkt am Hudson River, zum Teil überdacht, und grenzt direkt an Wall Street und die ganzen Finanzstraßen. Wir hatten zwanzig Grad, Sonnenschein, einen komplett blauen Himmel: einfach perfektes Frühlingswetter. Und vom Pier aus hat man eine fantastische Aussicht über den Fluss und die Brooklyn Bridge. Wir sind dann ein bisschen an den Läden entlang gewandert und ich habe mir ein Baseball-Cap von den New York Yankees gekauft. Einfach weil das typisch für NYC ist (und als Sonnenschutz). Mein Papa hat sich dann eine Gummiente von den Yankees gekauft. Der bleibt auch ein ewiges Kind.

Weiter haben wir uns noch das Kaufhaus Macy’s angeschaut, das größte Kaufhaus der Welt. Anfangs konnten wir gar nicht rein, weil anscheinend im Kellergeschoss ein Feuer ausgebrochen war, aber so schlimm war’s dann doch nicht, die Türen wurden ganz schnell wieder geöffnet. Viel Schönes hatten die jedoch nicht, wir standen auch rasch wieder draußen.

Und morgen ist der letzte Tag. Das heißt, morgen geht’s wieder zum Flughafen und zurück nach Hause. Das Flugzeug geht irgendwann nachmittags, also können wir uns am Morgen noch in der Stadt vergnügen. Momentan planen wir einen Ausflug ins Museum, mal schauen. Auf jeden Fall ist es diesmal nicht nur die Angst vorm Fliegen, die dafür sorgt, dass ich nicht zum Flughafen will. Ich möchte hier einfach noch nicht weg.

Schaut euch die Bilder an und sagt mir, dass ich Unrecht habe. ;)

Memorial.
Noch mehr Memorial.
Noch mehr.
Brooklyn Bridge.

__

03.04.2012

City of skyscrapers, subways and Starbucks

„Hey, Dad, guck mal! Ein Starbucks!“
Das ist inzwischen der Running Gag. Wie im letzten Eintrag schon erwähnt gibt’s an fast jeder Straßenecke einen Starbucks-Laden. Und wenn’s an der Straßenecke keinen gibt, dann im nächsten Gebäude schon.

Es fühlt sich an, als wäre ich in einem souveränen Land statt in einer Großstadt. New York ist ein Ort an und für sich, zum Teil typisch amerikanisch und zum Teil ganz und gar nicht. Und ich liebe es hier. Ich liebe die Atmosphäre und die Lebhaftigkeit und den ganzen Betrieb und die vielen Menschen. Sogar den Lärm und die hupenden Autos. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so gut gefallen würde, weil ich zum Beispiel Amsterdam (die größte niederländische Stadt) gar nicht mag. Aber New York ist fantastisch. Ich denke, ich könnte mich ganz gut an das Leben hier gewöhnen. ;)

Drei Höhepunkte heute. Erstens Central Park, der einfach mitten in der Stadt drin ist, von Wolkenkratzern umgeben, wie eine grüne Oase zwischen Beton und Asphalt. Der Park ist total groß und wunderschön, jetzt im Frühling fangen die Bäume an zu blühen, überall liegen weiße und rosa Blüten auf den Pfaden. Und weil die Sonne schien, sah alles noch dreimal so schön aus.

Der zweite Höhepunkt war das Chrysler Building, ein Gebäude im Stil des Art Deco mit einer wunderschönen Spitze. Der Himmel war tiefblau und komplett wolkenlos, und dann dieses Gebäude, das so hoch in die Luft ragt – simply amazing. Oh, und dazu gehört eigentlich auch noch das Grand Central Terminal, quasi der Hauptbahnhof von New York. Wer den Film „Madagascar“ kennt, weiß auch ein bisschen wie die GCT-Halle aussieht, und ich versichere euch, in Wirklichkeit ist sie noch viel größer, schöner und beeindruckender.

Und dann Times Square. Ich denke, davon hat jeder mal gehört und die meisten stellen sich etwas ganz schön Spektakuläres vor. Na, ich kann euch jetzt sagen: das ist nicht ohne Grund! Das Grinsen war mal wieder nicht aus meinem Gesicht wegzubekommen. Papa hat fotografiert und ich stand einfach da, schaute mich um, konnte nicht aufhören mich umzuschauen und alles in mich aufzusaugen. Ich fühlte mich wie in einem Film. (Übrigens sind wir ein paar Mal an irgendwelchen Filmsets vorbeigelaufen. Zu geil.)

Die Subway ist auch genial. Ich müsste eigentlich tausend Ängste ausstehen, weil die mit unglaublicher Geschwindigkeit durch diese dunklen Tunnel sausen und urplötzlich bremsen, wenn ein Bahnhof in Sicht kommt. Aber ich kann einfach nur grinsen und mir wünschen, dass ich nicht beim nächsten Bahnhof aussteigen muss.

Oh, ja. Ich liebe diese Stadt. :) Der einzige Minuspunkt ist, dass die Luft hier ziemlich trocken ist und das gefällt meiner Haut und meinen Lippen nicht so. Aber mit Handcreme und Labello ist das schon auszuhalten.
Fun fact: ich habe bis jetzt mehr Spanisch als Englisch gehört. Und jetzt: Fotos!

Times Square - made by my dad. ;) Ich hoffe, dass das Video funktioniert...

Central Park.
Noch mehr Central Park.
Und noch mehr.
Empire State Building.
Sixth Avenue. Ich fand die Widerspiegelung toll.
Grand Central Terminal.
Chrysler Building, die Spitze.
Chrysler Building und blauer Himmel. ;)
__

02.04.2012

It is not rude to deny entry to anyone without a key

Alles, was ihr über New York gehört habt, ist die Wahrheit. Überall fahren die gelben Taxis, an fast jedem Gebäude hängen die Feuertreppen, über die Jackie Chan und andere Filmstars ihren Feinden entkommen, und zwischen den Wolkenkratzern fühlt man sich ganz, ganz klein. Die Straßen sind komplett vollgepackt mit Menschen, Hotdog-Ständen (die übrigens auch Churros, amerikanische Brezeln und andere Esswaren verkaufen) und Sonnenbrillenverkäufern. An fast jeder Straßenecke gibt’s entweder einen McDonald’s oder einen Starbucks. (Sind die Wörter männlich? Ich hab keine Ahnung.) Und ich vermute ein Komplott von New Yorkern mit kleinen, wolligen Hunden.

Gestern sind wir in einem Taxi vom Flughafen nach Manhattan gefahren und ich fühlte mich, als wäre ich in einem Film gelandet. Der Taxifahrer parkte direkt vor unserem Hotel, blockierte dadurch die ganze Straße, sprach die geflügelten Worte „Fuck you“ in Richtung der hupenden Autos und meine Mama bezahlte fast zehn Dollar Trinkgeld, weil das hier üblich ist. Ich konnte nicht aufhören zu grinsen.
Übrigens auch sehr amerikanisch: take-out food. Das heißt, sogar wenn man in einem Restaurant oder Lokal sich etwas zu essen bestellt, bekommt man das in einem Pappteller oder Pappbecher, mit Plastikbesteck und Plastikdeckeln. Heißt nicht, dass man es auch unbedingt mitnehmen muss, denn in den meisten Lokalen kann man sich einfach hinsetzen und in Ruhe essen, aber es ist halt voll normal, dass alles in Papptellern kommt.

Heute haben wir die Freiheitsstatue besucht. Anfangs fand ich es ein wenig enttäuschend, weil man gar nicht so nah dran kommen kann und aus der Ferne ist sie klein und nicht grade beeindruckend. Sie steht ja auf einer Insel, also logisch, dass man nicht einfach hingehen kann. Wir hatten aber auch keine Lust, eine Stunde lang Schlange zu stehen, um dann mit dem Boot hinzufahren. Aber ich wollte nicht, dass die Statue of Liberty mir als enttäuschend in Erinnerung bleiben würde, also bin ich weiter gelaufen, auf der Suche nach einer Alternative, und da gab es dann eine Rundfahrt durch den Hafen, die auch versprach, dass wir schön nah an die Statue kommen würden. Und das stimmte auch. Also, letztendlich nicht enttäuschend. :)

Die U-Bahn ist hier übrigens der Wahnsinn! Wir sind mit der Subway zum südlichsten Teil von Manhattan gefahren und ich habe die ganze Strecke mal wieder wie ein totaler Vollidiot gegrinst. New York ist in manchen Hinsichten noch total altmodisch, die Bahn stammt quasi noch aus dem zwanzigsten Jahrhundert und sieht noch genau dasselbe aus wie damals. Und der Lärm ist wahnsinnig, man hört die Bahnen auch oberirdisch noch total laut und der Boden vibriert wie verrückt, wenn unterirdisch die Subway vorbeikommt. Und die Dinger sehen aus wie Blechdosen auf Schienen.

Wall Street war lustig, weil das eigentlich eine relativ schmale Straße ist und die Gebäuden sind total hoch, da hat man erst richtig das Gefühl, eine Ameise zu sein.

Heute waren wir weiter noch Broadway und Chinatown, beide auch sehr cool und beeindruckend. Alles ist hier quasi dreimal so groß wie zu Hause. Und jetzt einfach mal die Bilder, die sagen wahrscheinlich mehr aus, als ich mit meinen unbeholfenen Worten je schaffe.

PS: der Satz aus dem Titel stand irgendwo auf einer Tür zu einem Appartementhaus. Ich fand ihn toll. ;)

U-Bahnhof 18th Street.
 
Braucht wohl keine Erklärung... ;)


Aussicht über Süd-Manhattan. 
Skyscrapers. Diese stehen auf Broadway.
Wall Street.
Das Trump-Gebäude. Ein richtiger Wolkenkratzer!


Park in Chinatown.

Chinatown.
Washington Square. Die in gelb bin ich übrigens selbst. ;)
Die Feuertreppen.
PS2: ich sehe jetzt erst, dass Blogger der Meinung ist, dass ich diesen Eintrag am 2. April um viertel vor vier nachts poste. Hier in New York haben wir noch den 1. April, viertel vor zehn.
__

01.04.2012

New York: die ersten Eindrücke

Der Text kommt später - jetzt bin ich noch ein bisschen wobbly von dem Flug und total müde. Mein Körper glaubt wohl noch, dass ich in den Niederlanden bin, und dort ist es jetzt viertel nach drei in der Nacht. In New York ist es jedoch erst viertel nach neun abends. Für mich jetzt eindeutig Schlafenszeit. Gute Nacht!

Aussicht: die Labradorsee.

Tsja... Das macht sieben Stunden Flug mit mir.

Taxis. Keine Hollywood-Erfindung, die sind wirklich so.







Amerika pur: McDonalds und Starbucks.
__