10.10.2011

A plum a day keeps the doctors away

… oder: Gesprächsthema Tokio Hotel.

Es gibt etwas, dass ich unbedingt mal loswerden muss. Und zwar geht es hier um Tokio Hotel, also die nicht-Fans (wenn überhaupt Leute lesen) wären gewarnt.

In letzter Zeit höre ich im Tokio-Hotel-Fanbereich eigentlich hauptsächlich Meckerei. Viele Fans sind nämlich der Meinung, dass Tokio Hotel sich so schrecklich verändert haben bzw. plötzlich komplett unsichtbar seien. Und das wäre ein Grund zur Meckerei oder dafür, dass man kein Fan mehr ist.

Ich find das bescheuert.
Entschuldige, wenn irgendwer sich jetzt beleidigt fühlt – ist ja nur meine Meinung, okay? Ich deute nicht auf irgendwelche Leute persönlich oder so, ich schreibe hier nur meine Meinung hin, basiert auf Sachen, die ich im Internet gelesen habe.

Also erst mal: die Jungs hätten sich verändert.
Dem kann ich nicht widersprechen und ich will es auch gar nicht, das wäre ja sinnlos. Aber ehrlich, ist das jetzt so ne Katastrophe? Oder total unerwartet? Ich meine, die wurden 2005 schon berühmt, da waren die Zwillinge grade mal fünf- oder sechzehn Jahre alt. Wir haben jetzt 2011, die sind jetzt also zweiundzwanzig. Man kann wohl kaum erwarten oder sogar fordern, dass die immer klein und putzig bleiben. Sechs Jahre ist ne lange Zeit, Leute ändern sich nun mal. Dafür sollte man schon ein bisschen Verständnis haben.
Klar, wenn einer sagt, die ganzen Änderungen gefallen ihm überhaupt nicht, dann kann auch keiner was dafür. Ich finde das frühere Werk von Lady Gaga auch besser als das ältere, zum Beispiel. Aber das hat mit ihrer Musik zu tun, nicht mit ihrem Aussehen, wobei es sich bei Tokio Hotel öfter um Letzteres handelt. Und eine Band nicht mehr zu mögen, weil die Mitglieder ein bisschen älter und erwachsener geworden sind, ist meiner Meinung nach totaler Blödsinn. Obwohl „Humanoid“ anders war als die ersten zwei Alben, ist das immer noch Tokio Hotel und die Art von Musik, die sie machen.

Dann: sie wären komplett unsichtbar.
Wir sind es gewohnt, ja, dass wir Tokio Hotel auf Schritt und Tritt folgen können. Tokio Hotel TV und weiß ich was. Aber ist das normal? Für ne Teenie-Band vielleicht, aber ich finde eben, dass Tokio Hotel längst keine Teenie-Band mehr ist und auch nicht als solches betrachtet werden sollte. Wie gesagt, die sind eben ein bisschen erwachsener geworden. Ich weiß von Good Charlotte oder Green Day oder Die Toten Hosen auch nicht, was die im Moment machen oder wo die jetzt sind. Und um ganz ehrlich zu sein, das würde mich auch nur interessieren, wenn die grade auf Tour sind und ich wissen will, ob die auch in die Niederlande kommen.
Und ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Jungs ein bisschen Privatsphäre wünschen. Nach sechs Jahren ohne Privatleben ist das auch nicht wunderlich.

Natürlich weiß ich nicht, wie es bei Tokio Hotel aussieht, was die grade denken, machen oder fühlen. Ich stelle mir das nur so vor und ich wiederhole, das ist meine Meinung. Ihr könnt sie ablehnen, akzeptieren oder ignorieren. Ist mir egal.

Ich warte ab. Ob die mit nem neuen Album kommen, vielleicht wieder irgendwo auftreten werden, man wird es sehen. Aber eins ist für mich auf jeden Fall sicher: ich bin Fan und bleib Fan, bis mir ihre Musik irgendwann nicht mehr gefällt.
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09.10.2011

Wer weiß, was ein Manul ist?

Am Abend, wenn mein Papa mal wieder im Ausland oder an der Arbeit ist, reden meine Mama und ich über unsere Leben. Sie redet über das, was sie mitgemacht hat, als sie so alt war wie ich jetzt (oder ein wenig älter, weil wir inzwischen übers Studium und die Uni reden), und ich erzähle ihr dann über mein Leben und meine Erfahrungen und meine Ideen.
Das ist unser Ritual. Wir trinken Tee, lachen uns manchmal halbtot und diskutieren manchmal auch über seriöse Sachen, über Sachen, die mich wundern oder interessieren. (It’s remarkable how often those two traits coincide…) Meistens gehen wir an solchen Abenden ziemlich spät ins Bett, weil wir immer neue Themen entdecken und meine Mama automatisch wieder Tee kocht, den wir dann auch trinken sollten.
Das ist unser Ritual. Mein Bruder verkrümelt sich dann meistens in sein Zimmer, und mein Papa ist wie gesagt entweder nicht da oder im Arbeitszimmer. Diese Abende gehören nur meiner Mama und mir.

Mit meinem Papa hab ich ebenfalls ein Ritual, das nur uns gehört – und es nervt mich, wenn andere versuchen, sich da einzumischen, obwohl ich irgendwie schon weiß, dass das egoistisch ist. Unser Ritual ist nämlich, jede zwei Monate in den Zoo zu gehen, und ich kann den anderen schlecht verbieten, da mitzugehen. Zum Glück hat mein Bruder nie Lust und meine Mama ist meistens noch nicht wach, also kommt es schon selten vor, dass wir zu dritt gehen.
Ich liebe den Zoo. Papa und ich wissen inzwischen ganz genau, wo wir zuerst hingehen; wir haben eine Standardroute, eine Reihenfolge. Ein guter Tag ist, wenn wir mindestens neunzig Prozent von denen gesehen haben, die wir zu unseren Favoriten zählen, oder wenn eine bestimmte Tierart wirklich gut sichtbar ist oder was Besonderes macht.
Heute war ein guter Tag. Wir gehen sowieso immer sonntags, früh am Morgen, weil der Zoo dann noch ganz ruhig ist und vor allem in den kälteren Jahreszeiten fühlt es sich an, als gehöre der Zoo nur uns zwei. (Ich rede übrigens von dem Zoo in Rotterdam, da gehen wir immer hin.)
Meine Lieblingstiere im Zoo sind die Waschbären. Ich finde die unglaublich süß, die haben so tolle Gesichter und schönes Fell. Und wer weiß, was ein Manul ist? Ich schon, denn im Zoo gibt’s welche, und die sind so geil. Sie sehen aus wie ne Art Katze, mit flachem Kopf und dichtem Fell, und stammen ursprünglich aus Zentralasien. Ich hatte leider meine Kamera nicht dabei, sonst hätte ich ein eigenes Bild vom Manul reinstellen können, aber eins von Google funktioniert auch schon.


Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e6/ManulZooEdinburg.jpg 

Wir schauen uns nicht nur die Tiere an, wenn wir im Zoo sind. Es geht auch um die Gespräche. Manchmal reden wir über gar nichts, manchmal über Schule oder inzwischen über die Uni, manchmal sogar über meine Gefühle. (Sogar, weil das mit meinem Papa meistens gar nicht so leicht ist…)

Ich fühle mich dann immer wie ein richtiger Glückspilz (tolles Wort, hehe), dass ich mit meinen Eltern so gut reden kann. Wir verstehen uns zwar nicht immer blendend, aber im Großen und Ganzen schon. Und darüber bin ich richtig froh. :)

Schöne Träume!
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07.10.2011

Wenn dir nichts Vernünftiges einfällt...

... rede einfach übers Wetter.

Ich liebe es, wenn draußen kalt ist und ich den Wind rasen höre – aber nur, wenn ich selber schön warm drinnen sitze, am liebsten noch mit gutem Buch und süßer Katze. Das niederländische Wort „gezellig“ könnte man mit „gemütlich“ übersetzen, aber es ist irgendwie doch anders. „Gezellig“ können wir zu so vielem sagen, im Deutschen geht das nicht. Gibt es „ein gemütliches Kind“ auf Deutsch? Ich glaube nicht (aber wenn ich da falsch liege, entschuldige ich mich). Im Niederländischen gibt’s das auf jeden Fall.

Wenn draußen der Wind um die Häuser weht und ich mit der Katze (Grover!) neben mir im Bett liege… Das ist für mich „gezellig“ pur.

Vielleicht ein wenig random, scheint aber nur so – ich dachte gestern daran, als meine Fenster knarrten, weil der Wind immer stärker wurde und ich dadurch nicht so recht einschlafen konnte. Trotzdem fühlte ich mich gut dabei, eben weil mir schön warm war und die Katze sich mal wieder zu mir gelegt hatte.
Dann dachte ich daran, wie viel Einfluss das Wetter auf unsere Laune hat. „Unsere“ heißt ja Menschen im Allgemeinen, aber ich will keineswegs sagen, dass es bei jedem so ist. Ich studiere ja Psychologie, ich kümmere mich erst mal um den durchschnittlichen Mensch und konzentriere mich dann auf die Ausnahmen. ;)

Meine Mama kam heute Morgen total schlecht gelaunt aus dem Bett, weil der Wind heute unglaublich stark ist und sie sich natürlich an das eine Mal erinnert, als der Wind sie einfach samt Fahrrad hat umkippen lassen. Diese Windstöße, die kann meine Mama ganz schlecht haben. Ich glaube auch, dass sie die schlimm findet, egal ob sie jetzt selbst drinnen oder draußen ist. Der Himmel ist ja ganz dunkel und grau, wenn so schlechtes Wetter ist… Das bedrückt einen schon.
Die Sonne find ich toll, wenn es nicht allzu warm ist und ich mit langen Ärmeln trotzdem schön in der Sonne sitzen kann. Meine Haut ist ziemlich bleich und empfindlich, ich verbrenne immer total schnell. Trotzdem macht die Sonne mich fröhlich, weil es dann immer so hell wird und so. Ist logisch, was?
Regen ist aber wieder widersprüchlich. Ich hasse es, durch den Regen gehen zu müssen, aber finde es schön, dem Regen zuzusehen. Und Kälte kann ich mal so richtig nicht ausstehen. Ich trage gerne Pullis, aber bitte keine drei übereinander.

Heute kann sich das Wetter nicht so richtig entscheiden, glaube ich. Als ich zum Bahnhof gefahren bin, war mir kalt und wünschte ich mir, einen Schal mitgenommen zu haben. In Leiden war’s dann wieder erträglich, obwohl immer noch kalt, und als ich dann nach der Vorlesung in den Zug und in meiner Heimatstadt aus dem Zug stieg, fing es ganz plötzlich an zu regnen.
Jetzt regnet es plötzlich auch, dabei hat vor zwei Minuten die Sonne noch gelächelt und durchs Fenster meine nasse Hose getrocknet, die ich zur Uni anhatte.

Ich hoffe mal, dass das Wetter in zwei Stunden ein bisschen besser ist, denn ich hab heute noch Bassunterricht und ich will nicht mit dem Bus fahren müssen, der hält nämlich nicht in der Nähe der Musikschule und dann muss ich noch ne ganze Strecke laufen mit dem Bass auf dem Rücken. Ist nervig.

Hoffen wir’s mal! :)
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06.10.2011

Ein historischer Moment

Wenn ich schon dabei bin, dem Internet mit meiner Familie vollzuquatschen, dann gehört noch was dazu: meine Katzen. (Na ja, was heißt „meine“… Die beiden Süßen sind Teil der Familie, gehören also nicht nur mir.)

Lassen wir das. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf was ganz anderes, auf diesen historischen Moment… Den Moment, in dem ich zum ersten Mal Bilder online stelle. Ich liebe es, die Katzen zu fotografieren, und hab auch regelmäßig Gelegenheit dazu, wenn die sich mal wieder in meinem Zimmer zu schlafen legen, von daher kommen jetzt Bilder dazu.




Das hier ist mein persönlicher Liebling. Er ist männlich und hört auf den Namen „Grover“, nach dem Sesamstraße-Muppet (auf Deutsch heißt der glaub ich Grobi, der blaue mit dem runden Kopf und langen Armen). Wie du ja auf dem Bild sehen kannst, schläft er gerne in meinem Bett. Meistens eigentlich auf meinem Kopfkissen, vor allem wenn ich mich auch ins Bett gelegt habe, wenn ich aber nicht da bin ist es ihm hauptsächlich egal, wo er sich hinlegt. Hauptsache sanft und warm.
Der Süße ist nicht grade schlau. Manchmal hat er Angst vor seinen eigenen Füßen, so scheint’s. Oder vor dem Stück Seil, mit dem er immer wieder spielt. Es hat ihn fast ne ganze Woche gekostet, bis er herausgefunden hat, wie er die Türe im Haus öffnen kann, als wir die mit Türschließern ausgestattet hatten. Und er scheint auch nicht zu verstehen, dass er beim Kämpfen mit anderen Katzen immer der Verlierer ist, also besser aufhören sollte, sich in solche Kämpfe zu stürzen. Trotzdem ist er immer ganz lieb und ich knuddle ihn gerne, das lässt er auch zu. :)




Noch eins von Grover… Er schaut ein wenig hässlich drein, aber ist er nicht süß in dem Karton?




Und das ist unsere Zweite! Sie heißt Lotje, das wäre auf Deutsch so was wie Lotti, und sie ist leider ein kleines bisschen zu dick… Früher hat sie immer dem Grover sein Essen weggeschnappt, von daher. Jetzt achten wir auch besser drauf und haben die beide ihren eigenen Futternapf. Grover isst immer in der Küche, Lotje im Flur.
Diese schwarze Schönheit (sie hat wirklich null weiße oder andersfarbige Härchen!) ist der persönliche Liebling meines Bruders, oder vielleicht sollte ich das genau andersrum sagen. Mein Bruder ist Lotjes Liebling, weil er ihr immer zu essen gibt und sich wirklich rührend um sie kümmert, wenn sie mal wieder Aufmerksamkeit benötigt. Sie ist ein wenig menschenscheu und traut sich immer noch nicht, sich zu uns aufs Sofa zu setzen; sie legt sich immer wieder auf die Rückenlehne, liegt einem dann fast wie ein Schal im Nacken und schnurrt. Oder schnarcht, vielleicht… Sie ist aber sehr schlau und wo Grover immer versagt, Vögel oder Mäuse zu fangen, ist sie dort ein richtiger Profi. Nur finden wir Menschen das nicht so toll, weil sie die Tierchen dann mit ins Haus nimmt und da meine Mama und ich beide Vegetarier sind…

So. Das wären mal die Katzen. Ich liebe die beiden total und könnte mir nicht vorstellen, in einem Haus ohne Katzen zu leben.

Schöne Träume!
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